Soziale Phobie

soziale Phobie Salzkotten

Die Soziale Angststörung ist eines der am weitesten verbreiteten psychischen Probleme. Nahezu jeder zehnte Mensch
leidet darunter, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind. Bei vielen Betroffenen besteht dieses Problem
schon lange Zeit, meist seit der Kindheit oder Pubertät. Manchmal tritt es aber erst im Erwachsenenalter auf oder der
genaue Beginn ist gar nicht auszumachen. Ängste in Anwesenheit anderer Menschen zu haben ist ein weit verbreitetes
Phänomen und zunächst etwas Normales, erst wenn die Angst eine sehr starke Intensität annimmt und zu erheblichen
Beeinträchtigungen in der Lebensgestaltung führt, spricht man von einer Sozialen Phobie oder Sozialen Angststörung.

Erscheinungsbild
Der Kern der Sozialen Angststörung ist die Befürchtung, aufzufallen, sich zu blamieren, unangemessen zu wirken oder
eine mangelhafte Leistung zu erbringen. Dabei können sich die Ängste darauf beziehen, dass Sie in Gesprächen mit
anderen Leuten befürchten, etwas Unpassendes zu sagen oder sich in anderer Weise ungeschickt zu verhalten. Oder
Sie befürchten, dass man Ihnen die Angst in Form von Erröten, Zittern oder Schwitzen ansieht. Oftmals erscheint die
Angst und Anspannung nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Anlass. Da die Gefühle jedoch sehr unangenehm
sind, vermeiden die meisten Betroffenen soziale Situationen, auch wenn diese Vermeidung auf Dauer ungünstige
Konsequenzen haben kann. Hierzu gehören z.B. berufliche Nachteile, Beeinträchtigungen von Beziehungen
zu Freunden, Bekannten oder zum Partner. Je stärker sich die Vermeidung im Lebensalltag ausbreitet und Sie sich aus
den sozialen Situationen zurückziehen, umso größer wird die Angst. Auf Dauer verursachen Soziale Angststörungen
nicht selten auch Folgeprobleme wie Einsamkeit und Niedergeschlagenheit.

Ursachen
Die biographischen Ursachen für Soziale Angststörungen sind vielfältig und von Person zu Person unterschiedlich.
Neben einer Veranlagung zur Schüchternheit können auch familiäre Erziehungs- und Beziehungsmuster, ungünstige
Erfahrungen in sozialen Beziehungen, aber auch traumatische Erlebnisse in Kindheit, Jugend oder Erwachsenenalter
beteiligt sein. Zusätzlich zu diesen zurückliegenden Einflüssen müssen aktuelle Faktoren hinzukommen, die zur
Entstehung Sozialer Angststörungen beitragen, wie z. B. ungünstige Verarbeitungsmuster und Vermeidungsverhalten
in sozialen Situationen.

Behandlung
Erst in den letzten Jahren hat man durch intensive Forschung mehr über die Ursachen Sozialer Angststörungen herausfinden
können und wirksame Behandlungsansätze entwickelt. Eine nachweislich wirksame Therapieform ist eine spezielle Form
der Verhaltenstherapie, die Kognitive Therapie. Ziel ist es hier, problematische Gedanken und Verarbeitungsweisen
zu erkennen und aktiv Veränderungen anzustreben, die es Ihnen mit der Zeit wieder ermöglichen, vermiedene
soziale Situationen gelassener aufzusuchen. Voraussetzung für Ihren Erfolg ist jedoch, dass Sie nicht nur in den
Sitzungen mitarbeiten, sondern vor allem in Ihrem Lebensalltag Veränderungen ausprobieren. Für diese eigenständige
Arbeit vereinbare ich Ziele mit Ihnen, ähnlich wie Hausaufgaben.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

Herzliche Grüße

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