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Medizinische Hypnose

Medizinische Hypnose

Patienteninformationen zur Hypnose

Praxis Psychotherapie Ralf Baumhöfer in Salzkotten (Kreis Paderborn) nach dem Heilpraktikergesetz.

Von der Hypnose besteht oft ein falsches Bild
In der Regel erscheint dem Laien Hypnose als ein Zustand, der durch eine besondere Gabe des Hypnotiseurs herbeigeführt
wird, in demder Hypnotisierte wie ein Roboter willenlos Befehle ausführt und dabei auch Leistungen vollbringt (Steigerung
der muskulären Belastbarkeit bzw. gesteigerte Lern- und Gedächtnisleistungen), die ihm normalerweise nicht möglich sind
und an die er sich – wieder zurück im Wachzustand – nicht mehr erinnern kann.

Dieses Bild von Hypnose entnimmt die Öffentlichkeit den Sensationsberichten über hypnotische Phänomene bzw. den Darstellungen von Bühnenhypnose in den Medien (Fernsehen, Illustrierte). Leider zeichnen derartige Berichte nicht nur ein falsches Bild vonHypnose, sondernwecken
auch unrealistische Erwartungen und Ängste über Dauer und Verlauf einer Hypnosetherapie.


Hypnose lenkt die Aufmerksamkeit auf die innere Realität.
Tatsächlich ist der Patient in Hypnose sich seiner selbst und der Vorgänge während der Hypnosesitzung bewusst und kann
sich hinterher in der Regel an alles erinnern.
Spontane Erinnerungslücken sind sehr selten, meist wird Hypnose so »wie kurz vor dem Einschlafen« erlebt.
Man denkt dabei mehr »in Bildern«, die intensiver und stabiler sind als ohne Hypnose, die Aufmerksamkeit ist auf die »innere
Realität« gerichtet, die der Therapeut durch Suggestionen, Metaphern etc. gestaltet, während die Umwelt, die »äußere
Realität«, in den Hintergrund tritt.


Die Fähigkeit, Hypnose zu erleben, hängt nicht – wie vom Laien oft vermutet – mit (eher negativen) Persönlichkeitsmerkmalen
wie Neurotizismus, Hypochondrie, sozialer Angst etc. zusammen, sondern insbesondere mit der Fähigkeit, lebhafte
Vorstellungen entwickeln zu können.


Hypnose ist nicht Schlaf
Weiterhin werden kreative Fähigkeiten bzw. die Fähigkeit zur »Absorption« (»Aufgehen« in der Beschäftigung mit der Sache)
diskutiert. Physiologisch kann Hypnose klar vom Schlaf abgegrenzt werden, während die physiologischen Effekte von
Entspannung/Meditation mit denen von Hypnose vergleichbar sind.
Hypnose bewirkt nichts Außergewöhnliches Leistungssteigerungen (ohne vorheriges Training) oder eine Minderung der moralischen Verantwortlichkeit sind in Hypnose nicht möglich. Zwar werden immer wieder derartige außergewöhnliche Phänomene berichtet, mit sorgfältig kontrollierten wissenschaftlichen Experimenten wird aber belegt, dass diese Phänomene auch ohne Hypnose möglich sind.


Hypnose kann therapeutisch eingesetzt werden
Laien sind oft von den Möglichkeiten der Hypnose fasziniert, die angeblich das normale Maß übersteigen. Medienberichte
hierzu sind oft einseitig oder falsch, da sie Sensationen darstellen wollen.
Die wissenschaftlich ausgebildeten Therapeuten sind mehr von der Möglichkeit fasziniert, die in Hypnose veränderte »innere
Realität« therapeutisch effektiv einzusetzen. Gerade hierzu zeigen Untersuchungenaus der klinischen Hypnoseforschung, dass
Hypnose bei sehr vielen psychischen und psychosomatischen Problemen von großem therapeutischen Nutzen ist.


Hypnose wird in Kombination angewandt
Hypnose ist keine eigenständige Therapieform, sondern wird in der Regel in Kombination mit den bekannten Psychotherapieformen
angewandt: In der Verhaltenstherapie etwa,um den Patienten eine normalerweise angstauslösende Situation in der
»innerenRealität« angstfrei bestehen zu lassen,umz. B. neue Denk-, Erlebensformen, Konfliktlösungenund Verhaltensweisen
zu erkennen, zu erproben und später real einzusetzen. In der Psychoanalyse z. B., um in der hypnotischen Altersregression
wichtige Kindheitserlebnisse zu reaktivieren und aufzuarbeiten.

Neben der Kombination mit psychotherapeutischen Verfahren hat die Hypnose aber auch ihren sehr weiten Anwendungsbereich
in der Verhaltensmedizin bzw. psychosomatischen Medizin, wo psychisch bedingte Krankheiten wie Bluthochdruck,
Hautprobleme etc. mit Hypnose behandelt werden können.
Hypnose wird ebenfalls zur Schmerzkontrolle eingesetzt, so z. B. in der zahnärztlichen Praxis, bei Rücken, oder Kopfschmerzen.

Die hier beschriebenen Symtomatik gehört in die Behandlung und darf nur von erfahrenen Therapeuten wie Ärzten, Psychotherapeuten, oder Heilpraktikern praxistiert werden.

Zur medizinischen Hypnose berate ich Sie gerne in einem Erstgespräch.

Sokratischer Gesprächsführung

Sokratischer Gesprächsführung

Der Sokratische Dialog ist eine ursprünglich philosophische Unterrichtsmethode, die eigenverantwortliches Denken fördern will, indem sie zur Reflexion und Selbstbesinnung anleitet, übernommene Normen oder Vorurteile prüft und zum Selbstdenken anregt.

Von Alltagsbeobachtungen ausgehend, werden mit Hilfe der regressiven Abstraktion, dem Rückschluss vom Besonderen zum Allgemeinen, übergeordnete Einsichten und Erkenntnisse gesucht.

Der psychotherapeutische Sokratische Dialog bezeichnet einen philosophisch orientierten Gesprächsstil, der durch eine nicht-wissende, naiv fragende, um Verständnis bemühte, zugewandte, akzeptierende Therapeutenhaltung geprägt ist und chronologisch verschiedene Phasen durchläuft. Er dient einzig der Zielsetzung, dass der Klient durch die geleiteten Fragen des Therapeuten alte Sichtweise reflektiert und – falls er darin Widersprüche oder Mängel erkennt – eigenverantwortlich entscheidet, ob er eine neue funktionale Alternative erarbeiten und seine alte, dysfunktionale Ansicht zu Gunsten der neu erarbeiteten aufgeben will. Hierzu bedienen Therapeuten sich verschiedener Frage- und Disputtechniken und der Methode der! regressiven Abstraktion.

Die mit Abstand häufigsten Probleme, mit denen ich in der Behandlung konfrontiert werde, sind Selbstwertprobleme, die daraus resultieren, dass Menschen ihren Wert an unsinnigen Kriterien festmachen, sich selbst willkürlich beurteilen oder generalisierend betrachten.

Als soziale Wesen haben wir wohl schon seit jeher versucht, mit Hilfe der Selbsteinschätzung unseren Rang innerhalb einer Gruppe zu bestimmen. Diese Selbstbeurteilung ist dabei in der Regel so lange unproblematisch, als sie nicht pauschalisiert und den gesamten Selbstwert von einem einzelnen Kriterium abhängig macht.

Selbstbewertungsmaßstäbe sind nicht nur schichtspezifisch und durch soziale Normen geprägt (»Der Stärke hat recht«, »Der Klügere gibt nach«), sondern unterliegen auch kulturspezifischen Normen. Wer nicht das Gesicht, d. h. nicht an Wert verlieren möchte, muss beispielsweise in Asien seine Emotionen unter Kontrolle halten, in Polynesien Schmerzen klaglos hinnehmen können, als Mann in Australien sportlich und darf als Frau in Brasilien nicht übergewichtig sein.

Selbstbeurteilungsmaßstäbe, die uns in Mitteleuropa am meisten zu schaffen machen, sind: “

  • Hast du was, bist du was!
  • Kannst du was, bist du wer!
  • Wissen ist Macht (und Mächtige sind besser)!
  • Viel Freund’, viel Ehr’!«Viel Feind’, viel Ehr’!
  • Wer Fehler macht, ist ein Versager (und Versager taugen nichts)
  • Ein Mann, ein Wort!« „
  • Ohne Fleiß, keinen Preis!«
  • Männer weinen nicht!«

Wohl jeder kennt diese Normen und hat den einen oder anderen dieser Maßstäbe von klein auf verinnerlicht. Das allein ist noch nicht pathologisch. Erst wenn diese Normen unreflektiert aus dem Verborgenen, unbewusst unser Denken und Verhalten bestimmen, weil wir sie immer noch glauben, ohne uns selbst darüber im Klaren zu sein, wird oft ein Selbstwertproblem daraus Selbstwertprobleme gehen teilweise mit schwersten emotionalen Turbulenzen einher: Scham, Angst, Selbstärger bis zum Selbsthass,mit oder ohne Selbstbestrafung und Niedergeschlagenheit bis hin zu schwerer Depression und schweren emotionalen Turbolenzen. Je weniger die Betroffenen dabei kulturell akzeptierte Möglichkeiten sehen, ihre emotionalen Probleme mitzuteilen und zu bearbeiten, umso größer der Leidensdruck.

 

 

Zwänge

Zwänge

Die häufigsten und auch bekanntesten Manifestationsformen der Zwangsstörung sind die Wasch- oder Putzzwänge sowie die Kontrollzwänge.

Diese Differenzierung ist für unterschiedliche Strategien in der Therapie bedeutsam. Wasch- und Putzzwänge sind in der Regel mit der Furcht vor einer Ansteckung mit Krankheitskeimen oder Verunreinigung mit menschlichen Ausscheidungen, gefährlichen Chemikalien o. Ä. verbunden. Typischerweise befürchten die Betroffenen, durch den Kontakt mit diesen Stoffen krank zu werden, zu sterben oder andere dadurch krank zu machen, dass sie die betreffenden Keime oder Verschmutzungen weitergeben.

Während Waschzwänge früher vor allem durch die Angst vor Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe oder Herpes ausgelöst wurden, steht heute die Angst vor AIDS im Vordergrund, aber auch Krebs und BSE spielen als Themen eine Rolle.

Offensichtlich spiegelt sich in den Inhalten der Zwänge der Zeitgeist wider. Kontrollzwänge beziehen sich typischerweise auf Elektrogeräte wie Herd, Kaffeemaschine, Bügeleisen etc.), die in der Vorstellung der Betroffenen einen Hausbrand verursachen könnten, oder auf Türen und Fenster, die wegen der Gefahr eines Einbruchs verschlossen sein müssen.

Auch die Sorge, dass man einen anderen Menschen verletzt haben könnte, löst oft vielgestaltige Kontrollen, aber auch Vorsichtsmaßnahmen und wiederholtes Abgehen oder -fahren derselben Wegstrecken aus.

Ganz allgemein ist die Furcht davor, einen Fehler begangen zu haben, der das soziale Ansehen und Leben ruinieren könnte, einer der häufigsten Auslöser für Kontrollzwänge. Hin und wieder spielt auch die Sorge, einen körperlichen Makel zu haben, hier mit hinein. Grundsätzlich sind viele Kontrollzwänge nicht beobachtbar, sondern laufen ausschließlich auf der kognitiven Ebene ab.

Nach den jüngsten epidemiologischen Studien stellen Zwangsstörungen in Deutschland mit einer Ein-Jahres-Prävalenz von 3,6 % die vierthäufigste psychische Störung nach den Phobien, der Depression und den Suchterkrankungen dar.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch.

 

 

 

Selbstwertprobleme

Selbstwertprobleme

Haben Sie auch schon einmal darüber nachgedacht, ob Sie ein »guter« oder ein »wertvoller« Mensch sind?

Oder was statistisch gesehen sehr viel wahrscheinlicher ist: Haben Sie sich auch schon öfter schlecht gefühlt, weil Sie glaubten, nicht »gut genug« oder »nicht wertvoll« zu sein?

Vielleicht haben Sie ja auch schon eines oder mehrere der folgenden Symptome bei sich beobachtet: Sie fürchten sich vor Situationen, in denen Sie ausgelacht oder abgelehnt werden könnten, Sie haben Angst davor, Fehler zu machen, Sie trauen sich nicht unter Menschen, wenn Sie nicht passabel aussehen, Sie schämen sich, wenn jemand Sie auslacht, ablehnt oder kritisiert, Sie kümmern sich mehr darum, was andere wollen oder von Ihnen erwarten, als konsequent Ihre eigenen Ziele zu verfolgen, Sie legen sich ungern fest und mögen sich erst dann entscheiden, wenn Sie sicher sind, was »garantiert richtig« ist, Sie sind unsicher und befangen, wenn Sie in Gesellschaft fremder Menschen sind, Sie neigen dazu, sich zu überfordern, um ja »ausreichende Leistung« zu bringen, Sie kämpfen darum, recht zu haben oder zu behalten und empfinden es als Makel, wenn Ihnen das nicht erfolgreich genug gelingt, Sie reagieren schnell gekränkt oder beschämt, Sie können nicht verlieren, ohne sich zu rechtfertigen oder sich selbst dafür abzuwerten.

Sie halten sich für nutz- oder wertlos, wenn Sie nichts zu tun haben oder ohne Arbeit sind. Diese Liste ließe sich noch weiterführen, aber wenn Sie sich bisher auch nur in einem dieser Punkte wiedererkennen, liegt die Vermutung nahe, dass Sie unter einem Selbstwertproblem leiden.

Damit wären Sie dann allerdings in zahlreicher Gesellschaft, denn Selbstwertprobleme sind die mit Abstand größte Gruppe emotionaler und psychischer Probleme, die Menschen im Laufe ihres Lebens zu schaffen machen: ca. 80   Prozent der Patienten in ambulanter Psychotherapie oder Beratung leiden darunter.

Was sind eigentlich »Selbstwertprobleme«?

Von einem Selbstwertproblem spricht man, wenn jemand seinen eigenen Wert von bestimmten Merkmalen, Leistungen oder Eigenschaften abhängig macht und dann in schwere emotionale Probleme gerät, wenn er diesen Wertmaßstäben nicht genügen konnte oder wenn so ein Versagen droht.

Bei einem Selbstwertproblem benutzt man krank machende Denkweisen, die sich auf Regeln oder Eigenschaften beziehen, nach denen jemand den Zugewinn oder Verlust der eigenen Wertigkeit bestimmt.

Solche Regeln oder »Konzepte« sind besonders stark von sozialen und kulturellen Einflüssen, Moralvorstellungen und Erziehungsnormen geprägt. Befürchtungen beziehen sich hierbei stets auf drohenden Selbstwertverlust, wenn der dafür gewählte Maßstab (z.B. Leistung, Anerkennung, Beliebtheit, Besitz) unzureichende Ergebnisse liefert.

Soziale Ängstlichkeit und die meisten depressiven Störungsbilder, Burn-out und Schamreaktionen sind typische Konsequenzen von Selbstwertproblemen. Ursache und Wirkung. In der Regel kommen Menschen allerdings nicht wegen ihrer mehr oder weniger bewussten, selbst gewählten Maßstäbe zur Selbstwertbestimmung in die Behandlung, denn den meisten ist gar nicht klar, dass hier die Ursache für ihr seelisches Leid zu finden ist. Sie kommen dann, um die emotionalen, negativen psychischen Konsequenzen loszuwerden, die aus der gewählten Art entstehen, nach der sie ihren Selbstwert bestimmen.

Gerne berate ich Sie dazu in einem Erstgespräch-

 

Kognitive Verhaltenstherapie

Kognitive Verhaltenstherapie
Psychotherapie Salzkotten Kreis Paderborn: Die Kognitive Verhaltenstherapie ist ein besonders effektives,

wissenschaftlich untersuchtes Therapieverfahren mit nachgewiesener Effizienz und Wirkung.

Sie ist gleichzeitig die modernste und wirksamste Form der Verhaltenstherapie.

Hier wird besonderes Gewicht auf das Erkennen, Überprüfen und ggf. Verändern von verinnerlichten Konzepten, Wertmaßstäben, Normen und häufig ablaufenden Gedanken gelegt, da diese meist für das Entstehen emotionaler Probleme
verantwortlich sind.

Nach dem Verändern krankmachender Konzepte lernen Sie, diese neuen Alternativen mit Hilfe
strukturierter Arbeits- und Übungsprogramme in Alltagssituationen umzusetzen, um die theoretischen Erkenntnisse
durch neue Erfahrungen auch glauben zu lernen.

Der Ausdruck Kognitive Verhaltenstherapie mag zu der Schlussfolgerung verleiten, es gehe beim bearbeiten von
Probleme in erster Linie um das Ändern von Verhaltensmustern.

Das hieße jedoch, Ursache und Wirkung oder Problem und Symptom miteinander zu verwechseln.

Wenn jemand bestimmte Fähigkeiten, Verhaltensweisen oder Fertigkeiten nicht gelernt hat,

liegt das meist daran, dass er dies bisher für zu gefährlich, zu lästig oder zu peinlich hielt und es aus
Angst oder Bequemlichkeit vermieden hat, sich damit zu beschäftigen.

Sollte jemand bestimmte Dinge lediglich nicht gelernt haben, wäre das allein kein Grund zu einem Therapeuten zu gehen, denn er könnte ja heute damit beginnen, sein Verhalten zu ändern und zum Beispiel lernen, Kritik angemessen auszudrücken oder zu ertragen, mit dem Alkoholtrinken oder Rauchen aufzuhören, Vorträge zu halten, Freunde oder Partner zu suchen, Reden zu halten oder im Mittelpunkt zu stehen.

Es sei denn, irgendetwas hielte ihn davon ab, beispielsweise der Antrieb, die Angst vor Blamage oder Ablehnung, Scham, Trauer oder Minderwertigkeitskomplexe.

Oft vermeiden Menschen wegen dieser unangenehmen Emotionen, sich mit Situationen, Personen oder Sachen so auseinanderzusetzen, wie es zum Aufbau eines angemessenen Verhaltensrepertoires notwendig wäre.

Dadurch entstehen Defizite oder unangemessene Muster, die längerfristig zu psychischen Beschwerden und nachfolgend zu weiteren Verhaltenseinschränkungen führen können.

Therapeutisch steht daher stets im Vordergrund, die emotionalen Hindernisse für die notwendigen Lernerfahrungen zu bearbeiten.

Doctena Onlineterminreservierung

Doctena Onlineterminreservierung

Psychotherapie in Salzkotten Kreis Paderborn nach dem Heilpraktikergesetz:

Doctena ist eine integrierte Online-Plattform, die es Praxen ermöglicht, Patienten-Termine anhand von Besuchsgründen anzubieten.

  • Automatische Terminerinnerungen per SMS und E-Mail
  • Wartelisten für Patienten, die kürzlich frei gewordene Termine nutzen möchten

Sie können rund um die Uhr online einen Termin vereinbaren.

Doctena bietet einen vollautomatischen Benachrichtigungsservice, der Terminerinnerungen (SMS/E-Mail) Sie bekommen 24h vor Ihrem Termin eine Erinnerung.

Eine Terminverschiebung ist ebenfalls online möglich.

Sie sparen mit Doctena Zeit, keine Telefonate oder unzählige Emails.

Sie können sich also über besonders kurze Wartezeiten freuen und frei werdende Termine sofort buchen. Zudem profitieren Sie von einer neuen Wartelistenfunktion, die im Prinzip wie eine klassische Warteliste funktioniert. Sagt ein Patient seinen Termin ab, wird dieser an die ersten fünf Patienten auf der digitalen Warteliste weitergereicht. Sie können den Termin ganz einfach per Mausklick für sich buchen.

 

Depressionen

Depressionen

Formen von Depressionen, Belastungen (Burnout,Trauer,Verlust) gibt es viele, die Ursache für die Entstehung ist multifaktoriell.

Ob durch genetische Faktoren, körperliche Erkrankungen, oder kritische Lebensereignisse, um nur einige zu nennen,

die Symptome sind aber oftmals gleich.

Was ist eine Depression?

Im Überblick:

Eine Depression zählt zu den sogenannten „affektiven Störungen“. Dies sind Störungen, bei denen vor allem die
Gefühlswelt betroffen und eingeschränkt ist.

Hauptsächlich leiden Betroffene an einer niedergedrückten Stimmung, einem Verlust von Freude und Interesse und einer Minderung ihres Antriebes.

Eine Depression ist dabei nicht ein „bloßes Symptom“, das bei jedem Menschen gleich behandelt werden kann.

Vielmehr betrifft die Störung einen Menschen mit ganz individuellen Persönlichkeitszügen und einer ganz eigenen Lebensgeschichte.

Entsprechend wird die Behandlung in der „intergrativen Verhaltenstherapie“ Ihren individuellen Lebenshintergrund mit berücksichtigen.

Phasen niedergedrückter Stimmung, Melancholie und das Gefühl von Traurigkeit sind wahrscheinlich jedem Menschen bekannt.

Das Erleben dieser Gefühle und Stimmungen gehört damit zum „Basisrepertoire“ jedes Menschen.

Im Unterschied zu diesen „normalen“ Phasen der Niedergestimmtheit ist eine Depression eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die psychotherapeutischer Unterstützung bedarf.

Auch liegen in der Regel noch zusätzliche Symptome vor, die wir Sichtbar machen und
ausführlich dargestellen werden.

Betroffene sind durch all diese Symptome gequält und in ihrem Alltag und ihrer Lebensführung beeinträchtigt.

Häufig dominiert bei einer Depression auch gar nicht unbedingt ein Gefühl der Traurigkeit, stattdessen erleben Betroffene häufig eine quälende und lähmende Abwesenheit jeglicher Gefühle und damit der eigenen Lebendigkeit.

Was ist typisch für eine Depression?

Charakteristisch für eine Depression sind 3 Hauptsymptome:

– gedrückte Stimmung
– Verlust von Interesse und Freude
– Antriebsminderung

Diese Symptome sind so stark ausgeprägt, dass sie die Lebensqualität und Alltagsaktivitäten des Betroffenen deutlich einschränken.

Auch halten die Symptome für mindestens 2 Wochen an, ohne dass es zu entscheidenden Veränderungen kommt.

Die gedrückte Stimmung ändert sich von Tag zu Tag kaum. Auch positiveErlebnisse beeinflussen die Stimmung nur wenig.

Der Verlust von Freude und Interesse bedeutet, dass Ereignisse, die normalerweise die Stimmung gehoben hätten (ein Geburtstagsfest, der Besuch bei Freunden etc.) nunmehr lediglich „hingenommen“ werden.

Dinge oder Aktivitäten, die den Betroffenen normalerweise interessiert haben, lassen ihn nun gleichgültig.

Der Antrieb ist meist vermindert, das heißt, es fällt den Betroffenen sehr schwer, sich zu Aktivitäten aufzuraffen und Handlungen zu beginnen oder zu beenden.

Manchmal kommt es auch zu einer unangenehmen Steigerung des Antriebes mit ausgeprägter innerer Unruhe.

Beispielsweise fällt es den Betroffenen dann schwer, an einem Ort sitzen zu bleiben, sie stehen ständig auf und laufen ruhelos durch die Wohnung.

Vielen Betroffene glauben, dass es schon irgendwo gehen wird, die Symptome mit der Zeit verschwinden.

Das Gegenteil ist leider Fall, hier ist es wichtig die eigenen Probleme anzusprechen, sich therapeutische Hilfe zu suchen.

In kritischen/akuten Phasen und Situationen ist es möglich mich 24h durchgehend telefonisch zu erreichen, bitte nutzen Sie diese Möglichkeit

Angst- und Panikstörungen

Angst- und Panikstörungen

Psychotherapie-Praxis nach Heilpraktikergesetz in der Region:Paderborn, Salzkotten, Lippstadt. Angstörungen sind in Deutschland weit verbreitet und werden immer mehr ein Thema in unserer Gesellschaft.

Die 1-Jahres-Prävalenz beträgt ca 15%,

Generalisierte Angst ist das unangenehme Gefühl des Bedrohtseins,

gekenntzeichnet durch eine ungewöhnliche Intensität, Dauer, Häufigkeit, situative Unangemessenheit, charakterisches Beschwerdemuster, frei flottierend, nicht Objekt- oder situationsbedingt, im Gegensatz zu den Phobien,

die immer Objekt bedingt, situationsgebunden sind.

Körperliche Symptome stehen im Vordergrund.

Oft auch, dass der Patient die Angst unbewusst erlebt.

Schwindel,
Schmerzen in der Brust,
Herzrasen,
gastrointestinale Beschwerden,
reduzierte Belastbarkeit
Hitzewallungen
Zittern

Charakteristisch für eine Panikstörung ist, dass Betroffene an wiederholten
Panikattacken leiden, die nicht in speziellen Situationen,
sondern vielmehr abrupt und schlecht vorhersehbar auftreten.

Die Betroffenen fürchten also nicht bestimmte Situationen, sondern
fürchten das Angstgefühl an sich mit seinen körperlichen und psychischen
Begleiterscheinungen.

Die einzelnen auftretenden Panikattacken sind Momente starker
Angst.

Sie beginnen plötzlich und erreichen innerhalb weniger Minuten
ein Maximum der Angst.

Meist dauern diese Episoden nur kurze Zeit an (wenige Minuten).

Innerhalb dieser Panikattacken erlebt der Betroffene verschiedene
starke körperliche und psychische Symptome ähnlich denen einer
Agoraphobie.

Auch hier berichten die Betroffenen von Unwirklichkeits- und Entfremdungsgefühlen
sowie von einer starken Angst vor Kontrollverlust
und einer Angst, tatsächlich zu sterben.

sind nur einige Folgeerscheinungen.

Dazu spielen direkte und indirekte Folgen eine große Rolle;

Angst vor der Angst
Erwartungsangst
Vermeidungsverhalten

können zur sozialen Isolation führen.

Für Betroffene ist es deshalb wichtig sich zu Informieren, tragfähigen Kontakt zu einem Therapeuten aufzubauen und der Belastung entgegen zu gehen.

Die richtige Therapieform spielt für den Erfolg in der Behandlung eine große Rolle.

Ich berate Sie dazu gerne in einem Erstgespräch.

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatische Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet.

Psychotherapie Salzkotten: Dass auch psychosozialer Stress krank macht, wird durch diverse Studien nachgewiesen.

Es ist nachgewiesen, dass Stress molekulare Veränderungen an Körperzellen verursachen kann und das erhöhte Adrenalin und Noradrenalin Konzentrationen im Blut langfristig Gefäßschädigungen hervorrufen können, zeigt das psychische Belastungen durch fortwährende Hormonausschüttungen zu molekularen Zellkernveränderungen führt.

Inzwischen geht man davon aus, dass jede Erkrankung, zumindest teilweise auf Stressfaktoren, oder ihre Auswirkungen zurückgeführt werden kann, da diese als dauerhafte Reize das Immunsystem schwächen und so die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten erhöhen.

Stress ist für uns Menschen objektiv nicht fassbar, sondern entspringt dem mehr oder weniger realistischen Glauben, mit einer als wichtig erlebten Situation nicht angemessen umgehen zu können.

Das Stresserleben ist somit eng verknüpft mit der vermuteten Qualität einiger Bewältigungsstrategien und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit.

Einzelne Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und psychosomatischen Reaktionen, wie Magen-, Darm-, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Migräne, Muskelverspannungen,Gliederschmerzen usw.

Eine Behandlung erfolgt hier fachärztlich und psychotherapeutisch. Eine organische Ursache muss unbedingt ausgeschlossen werden, bevor meine Therapieansätze im Vordergrund stehen.

Hier ist es wichtig eine realistische Sichtweise auf die Beschwerden zusammen mit dem Betroffenen zu entwickeln das Krankheitsbild muss verstanden und vor allem akzeptiert werden, was erstmal schwer fällt, da die Einschränkungen vorhanden sind, der Arzt aber keine organisch-, körperliche Ursache findet, bzw. diese ausschließen kann.

Der Betroffene geht von Arzt zu Arzt, eine in der Regel mehrjährige Prozedur beginnt, bevor der Therapeut aufgesucht wird.

Schlafstörungen

Schlafstörungen

Psychotherapie in Salzkotten: Die vorherrschende Beschwerde besteht in Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten oder nicht erholsamem Schlaf für mindestens einen Monat.

Die Schlafstörung, oder damit assoziierte Tagesmüdigkeit führt zu signifikantem Leiden oder Beeinträchtigung in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Die Schlafstörung ist nicht primär auf eine psychische Erkrankung, z.B. Depression, Angststörung zurückzuführen und nicht direkt auf die Wirkung einer Substanz (Droge, Medikament) oder eine medizinische Erkrankung zurückzuführen.

Vor Beginn jeder Behandlung muss demnach eine gründliche organische und psychiatrische Diagnostik durchgeführt werden.

Dazu berate ich Sie gerne in einem Erstgespräch.

Agoraphobie

Agoraphobie

Wenn Sie unter einer Agoraphobie leiden, kann dies sowohl mit als auch ohne Auftreten von Panikattacken einhergehen.
Das zentrale Problem ist aber Ihre Angst, an Orten zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder peinlich wäre
oder in denen sich beim Auftreten panikartiger Symptome keiner um Sie kümmern würde oder Hilfe nicht erreichbar
sein könnte.

Betroffene erleben in den gefürchteten Situationen möglicherweise auch körperliche Angstempfindungen wie Herzklopfen,
Pulsrasen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Zittern, Beklemmungsgefühle in Brust- und Herzgegend.

Ihnen kann in diesen Situationen schonmal schwindelig geworden oder auch ein Gefühl von Verzerrung der Umwelt
oder der eigenen Person begegnet sein. Sie haben in diesen angstauslösenden Situationen möglicherweise auch schon
mal Doppelbilder gesehen oder Gefühllosigkeit bzw.

Kribbeln in Händen und Armen erlebt. Vielleicht waren die
Symptome auch schon einmal so stark, dass der Gedanke auftrat, verrückt zu werden oder sogar zu sterben.
Im Gegensatz zu einer umgrenzten Panikstörung beziehen sich agoraphobische Ängste allerdings immer auf ein charakteristisches
Muster von Situationen, wie z. B. alleine außerhalb von zuhause zu sein, in Menschenmengen, Kaufhäusern,
Warteschlangen, auf Brücken zu stehen oder auf Reisenmit Bus, Zug oder Auto zu sein.

Diese Situationen werden vermieden oder sie werden nur mit deutlichem Unbehagen und mit der Angst vor dem
Auftreten einer Panikattacke oder panikähnlichen Symptomen ertragen oder können nur in Begleitung aufgesucht
werden.
Die Vermeidung ist hierbei das Leitsymptom. Dabei kann das Vermeidungsverhalten sehr offen zu Tage treten oder
aber auch versteckt sein und weder den Betroffenen selbst noch den Angehörigen zunächst auffallen.

So kann es sein, dass sich Agoraphobiker »einreden«, noch nie gerne U-Bahn, Bus oder auf der Autobahn mit dem
eigenen Auto gefahren zu sein.

Darum haben sie sich beispielsweise angewöhnt, statt Bahn zu fahren, sich von ihrem
Partner oder einer guten Freundin mit dem Auto fahren zu lassen. Oder sie fahren nur noch auf dem Beifahrersitz,

»weil ihre Frau schon immer die bessere Autofahrerin war«.

»Einkaufen kann man ja genauso gut online«

oder

»der Ehemann hat sich angewöhnt, die Einkäufe komplett zu übernehmen.

Sie haben möglicherweise auch andere – zunächst unsichtbare–Vermeidungsrituale entwickelt (Handy, Beruhigungsmittel,
Apotheken und Arztpraxen auf Ihrem Weg). Leider breitet sich auch das bestorganisierte Vermeidungsritual in der Regel im Laufe der Zeit immer weiter aus und die Erwartungsängste übertragen sich auf bisher als unbedenklich wahrgenommene Situationen. Dann wird der Freiheitsradius immer kleiner und die Abhängigkeit von anderen Menschen oder von Hilfsmitteln, die ein Sicherheitsgefühl vermitteln, immer größer.

Genau dort setzt unser Behandlungsangebot an, indem wir Sie unterstützen,
-Ihre körperlichen Symptome und Befürchtungen realistisch einzuschätzen;
-Ihre Katastrophenphantasien selbst in Frage zu stellen;
-IhreWahrnehmung gezielt zu beeinflussen;
-sich den bislang vermiedenen Situationen auszusetzen;
-die Erfahrung zu machen, dass Sie trotz Angst Ihr Kontrollerleben stärken,
-damit die körperlichen Symptome positiv im Sinne der Abschwächung regulieren und
-Ihren Bewegungsradius wieder zu vergrößern.

Ich möchten Ihnen dazu konkrete Techniken vermitteln, mit denen Sie Ihre Symptome bewältigen und die »Angst in
den Griff« bekommen können, sodass Ihr Leben nicht mehr von der Angst bestimmt wird.

Ich berate Sie dazu gerne in einem Erstgespräch.

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist ein Psychotherapieansatz, der Eingang in die Krankenversorgung gefunden hat, weil seine Wirksamkeit bei vielen psychischen Krankheiten und Problemen hinreichend belegt ist.

Ihre Strategie ist eingebettet in eine kontinuierliche Analyse der Problemlage und der Motivation des Patienten sowie der Beziehung zwischen Ihnen und mir als Therapeuten.

Zu gegebener Zeit, wenn die Bedingungen Ihrer Problematik geklärt sind,  erfolgt die Therapieplanung, bei der in Kooperation mit Ihnen möglichst klare Zielsetzungen für die Therapie festgelegt werden und eine Indikation für spezifische Verfahren gestellt wird.

Der letzte Schritt beinhaltet dann die Durchführung der Therapie (sprich: die Anwendung der ausgewählten Techniken) sowie den Versuch, erzielte positive

Veränderungen zu stabilisieren. Dieses Rahmenkonzept macht die Verhaltenstherapie zu einer besonders flexiblen und patientengerechten Vorgehensweise.

Vorgehen und technische Durchführung

Zur Bestimmung des Ausgangszustandes einer Therapie gehört zunächst die Erhebung von Informationen über Voraussetzungen und Umstände des Therapiebegehrens, was meist in einem relativ wenig formalisierten Erstinterinterview geschieht.

In einem therapeutischen Erstgespräch versuche ich, möglichst schnell einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Informationen zu Person, Problematik, Problemgeschichte, Biografie, Therapieanlass, aktueller Lebenssituation sowie zum Störungsmodell des Patienten, zu Erwartungen an die Therapie, Motivationslage und Therapiezielen zu erhalten.

Bei der Erhebung der Lebensgeschichte des Patienten versuche ich mir dann ein möglichst systematisches Bild davon zu machen, wie die individuelle Entwicklung bisher verlaufen ist, welche biografischen Einflussfaktoren für die Entwicklung von psychischen Störungen eine Rolle spielen und wie sie ggf. in die Therapieplanung einbezogen werden müssen.

Zur Vorbereitung lassen sich Fragebögen, Überweisungsberichte und Krankenakten nutzen. Das Vorliegen einer oder mehrerer psychischer Störungen ist das Hauptindikationskriterium für eine Psychotherapie.

Die Linderung der Störung ist das zentrale Kriterium für den Erfolg. Folglich gehören das Erkennen und die Erfassung psychischer Störungen zu den wichtigsten Anliegen der interventionsbezogenen Diagnostik. Ziel klassifikatorischer und kategorialer Diagnostik ist es, die Vielfalt der Erscheinungsformen psychischer Auffälligkeiten anhand markanter, wissenschaftlich bestätigter Merkmale zu ordnen und überschaubarer zu machen.

Hierzu berate ich Sie ausführlich in einem Erstgespräch.

 

Wer darf Psychotherapie ausüben?

Wer darf Psychotherapie ausüben?

Psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten in Paderborn

 

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

 

„Psychotherapie ist das methodische Handhaben psychologischer Verfahren auf emotionaler, kognitiver und verhaltensbezogener Ebene zur Therapie von psychischen oder psychosomatischen Störungen oder Bearbeitung von Lebensproblemen.“

(W. Frank)

 

Psychotherapie (griech.: Pflege der Seele) ist die Behandlung psychisch, emotional und psychosomatisch bedingter Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen mithilfe wissenschaftlich fundierter psychologischer Methoden durch verschiedene Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation.

Je nach der Form der Psychotherapie geht es bei der Klärung der Krankheitsursachen um die Auseinandersetzung mit dem Unbewussten (z. B. Psychoanalyse, tiefenpsychologische Verfahren oder Gesprächstherapie), oder es wird der Bereich des bewussten Denkens, Empfindens und Handelns ergründet und durchleuchtet (z. B. Verhaltenstherapie).

Die Anwendung der Psychotherapie erfolgt durch ärztliche und psychologische Psychotherapeuten sowie durch Heilpraktiker für Psychotherapie.

Die Bezeichnung Psychotherapeut ist in Deutschland seit 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geschützt und darf nur von approbierten Therapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung ausgeübt werden.

 

In Deutschland gibt es grundsätzlich vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:

1. Der Arzt / Psychiater – nach einem absolvierten Medizinstudium darf ein Arzt nach Abschluss einer Zusatzausbildung Psychotherapie betreiben. Die Berufsbezeichnung Psychiater steht für einen Mediziner, der eine 5-jährige Facharztausbildung für den Bereich Psychiatrie absolviert hat. Diese Berufsgruppe darf nach dem Abschluss Psychotherapie betreiben, beschäftigt sich aber in der Praxis hauptsächlich mit dem Thema der Medikamente (Psychopharmaka). Diese Berufsgruppen nennen sich auch „ärztliche Psychotherapeuten“.

2. Der Psychologische Psychotherapeut – ein studierter Psychologe kann nach erfolgreichem Studium eine 3-5-jährige Weiterbildung in einem sozialrechtlich anerkannten Therapieverfahren zum Psychologischen Psychotherapeuten absolvieren. Wie der Name schon sagt, nennt sich diese Berufsgruppe „Psychologischer Psychotherapeut“ und grenzt sich damit von den „ärztlichen Psychotherapeuten“ ab.

3. Der Heilpraktiker (Psychotherapie) – nach bestandener Überprüfung beim Gesundheitsamt dürfen Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis psychotherapeutisch tätig werden.

Während kassenärztlich zugelassende Psychotherapeuten nur sozialrechtlich anerkannte Verfahren anwenden (Kognitive Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) hat der Heilpraktiker für Psychotherapie Therapiefreiheit und kann somit seinen Patienten durch die Nutzung einer Integrativen Psychotherapie das auf die Patientenbedürfnisse abgestimmte Therapieangebot machen.

Diese Vorgehensweise stützt sich damit auch auf die aktuelle Psychotherapieforschung, die herausgefunden hat, dass es sinnvoll ist, aus verschiedenen Therapieverfahren bestimmte Interventionen herauszunehmen, um den größtmöglichen Nutzen für den Patienten zu erzielen.

4. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – sind gelernte Psychologen, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder Lehrer mit anschließender Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.